Innendämmung oder Außendämmung?
Energetisch ist die Außendämmung fast immer besser, praktisch scheitert sie oft an Denkmalschutz oder Grenzabstand. Dann bleibt die Innendämmung – mit klaren Regeln.
Außendämmung (WDVS) und Innendämmung im direkten Vergleich
| Kriterium | Außendämmung (WDVS) | Innendämmung |
|---|---|---|
| Kosten | 120–200 € pro m² | 60–130 € pro m² |
| Wärmebrücken | nahezu vermieden | an Decken und Innenwänden bleiben sie |
| Wohnfläche | bleibt erhalten | 6–10 cm gehen verloren |
| Gerüst nötig | ja | nein |
| Bewohnbarkeit | durchgehend möglich | raumweise Auszug nötig |
Vor- und Nachteile
Außendämmung (WDVS)
Dämmung auf der Fassade
- Beste energetische Wirkung, keine Wärmebrücken
- Fassade wird gleich mit erneuert
- Höchste Förderquote
- Teuer, Gerüst und Anschlussdetails aufwendig
- Bei Sichtfachwerk und Denkmal meist unzulässig
Innendämmung
Dämmung raumseitig, kapillaraktiv
- Raumweise machbar, kein Gerüst
- Deutlich günstiger pro Quadratmeter
- Bauphysikalisch heikel, Feuchteschutznachweis nötig
- Wohnfläche verkleinert sich
Unsere Empfehlung
Wenn die Fassade frei zugänglich ist und ohnehin renoviert werden muss, ist die Außendämmung die einzig sinnvolle Investition. Innendämmung nur mit kapillaraktivem System, Taupunktberechnung und Fachbetrieb – sonst droht Schimmel.
Was es kostet
130 € bis 260 € pro m²
Als Gesamtprojekt sind 20.000 € bis 45.000 € realistisch.
Die Spanne enthält Arbeitszeit, Material und die üblichen Nebenleistungen. Wie sich der Preis auf die einzelnen Positionen verteilt und wie er sich je Region verschiebt, steht auf der Kostenseite.
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